There and Back again

Chrissys Abenteuerreise durch Neuseeland

05November
2018

Wenn's läuft, dann läufts

Kia Ora, 

wieder eine Woche rum. Man ging das schnell. Und ich sollte wirklich wieder anfangen aufzuschreiben was ich jeden Tag gemacht habe. Das würde mir beim Schreiben der Einträge definitiv helfen. 

Am Dienstag (30.10.) habe ich mich zu den Huka Falls aufgemacht. Da fließen jeden Sekunde 200,000 Liter Wasser durch eine enge Schlucht aus Vulkangestein und rauschen dann 11m tief in das Fallbecken. Es ist absolut beeindruckend diese eisblauen und schneeweißen Wassermassen zu beobachten. Die Huka Falls sind 1 Stunde vom Hot Steam bzw. 1,5h vom Hostel entfernt (ca. 6 km). 

Huka Falls Huka Falls Lookout

Und dann war da ein Schild... Lake Aratiatia Dam 2 Kilometer... Und ich dachte mir so: "Warum eigentlich nicht, der Tag ist noch jung, das Wetter ist (noch) gut. Also bin ich losgelaufen und gelaufen und gelaufen bis zum Damm (ca. 8 km). Ich war gerade rechtzeitig da um das Öffnen der Schleusen zu sehen.

Und mich persönlich hat das noch mehr beeindruckt als die Huka Falls. Wenn man die Schlucht vorher sieht, so ruhig und friedlich und sie dann die Schleusen öffnen.

Lake Aratiatia Dam vorher Lake Aratiatia Dam vorher

Die Schlucht fühlt sich mit diesen Unmengen an Wasser, das sich mit einer solchen Macht seinen Weg sucht und innerhalb von Minuten aus diese stillen Schlucht in einen reißenden Fluss macht. Wahnsinn.

Lake Aratiatia Dam nachher

Leider hat das Wetter gerade dann schlossen zu zu ziehen und mir ist aufgegangen, dass ich die ganzen 3,5h wieder zurückwandern muss. 

In der Hälfte hat es natürlich auch angefangen zu regnen. Irgendwann bin ich nur noch halbwach vor mich hingetrottet, was im Nachhinein einerseits entspannend, andererseits auch sehr anstrengend war. Immerhin bin ich 29.7 km gelaufen bis ich wieder am Hostel war und hab damit meinen persönlichen Rekord gebrochen. 

Hello Sweetie Selfie-Time

Am Abend hat der Staff mich dann eingeladen mit ihnen in der Louge zusammen zu sitzen. Wir haben gequatscht, Karten gespielt und ich hatte so schon einmal die Chance meine zukünftigen Kollegen und Zimmergenossen kennen zu lernen. 

 

Am nächsten Tag bin ich mit den gleichen Leuten zu einer Wanderung auf den Mount Tauhara aufgebrochen. 

Man könnte es den Hausberg von Taupo nennen. Die Kiwis hier nennen ihn den schlafenden Drachen, weil er aus einer bestimmten Perspektive so aussieht und natürlich - was sollte er sonst sein - ein Vulkan ist. Man startet von einem Parkplatz, wandern das erste Stück über Kuhweiden bis zur Waldgrenze und dann geht es über einen der typischen Kiwi-Bushwalks immer bergauf bis auf 1.008m über dem Meeresspiegel. 

Ganz offizieller Kiwi WanderwegMt. Tauhara

Der Ausblick war atemberaubend, der Wind eisigkalt und sehr böig und wir haben als Gruppe einige gute Fotos gemacht. Leider hat Bradley die noch nicht rausgerückt.

Weil es aber wirklich sehr kalt dort oben war, sind wir nicht allzu lange geblieben.

 Ausblick Osten

Panorama Mt. Tauhara

Zurück im Hostel haben wir zusammen Spaghetti Bolognese gekocht, gut gegessen und uns im Staff Dorm zum Trinkspiele spielen getroffen (Ich war sowas von hydriert danach, weil ich mit Wasser gespielt habe ^^) 

 

Leider ist das Wetter danach richtig schlecht geworden, so dass man nicht viel unternehmen konnte. Ich habe also am Donnerstag nur meinen Arbeitsvertrag vom Café gelesen und unterschrieben und abends haben wir in der Hostel Lounge einen Disney-Filme-Abend veranstaltet. 

Freitag wollte ich eigentlich mit dem Fahrrad zu den Craters of the Moon fahren, aber alle Fahrräder im Hostel waren kaputt. In der Stadt wollte ich keines für deutlich mehr Geld leihen und auf eine weiter 21km Wanderung hatte ich auch keine Lust. Das muss also warten. Alternativ habe ich meinen Arbeitsvertrag im Café abgegeben, war einkaufen und habe mich am Nachmittag wieder einer Gruppe vom Hostel angeschlossen, die zum Hot Steam und anschließend zum Huka Fall gefahren sind. 

Ich habe es sogar mal geschlaft zeitig ins Bett zu gehen und auch zu schlafen.

 

Samstag (03.11.) war dann mein erster Arbeitstag im Café ich habe um 10 Uhr angefangen und 4 Stunden bis 14 Uhr gearbeitet. 

Es war anstrengend, geschäftig, spannend und ich habe viel gelernt bzw. muss auch noch viel lernen. Sie haben mich an allen Bereichen ausprobiert. Bedienen an der Theke, Essen zubereiten, Bestelltes an die Tische bringen, spülen, Tische abräumen, Putzen usw. 

Was hier in Neuseeland anders ist als in Deutschland ist, dass man in vielen Cafés/Fast Food Restaurants usw. an der Theke bestellt, direkt bezahlt, einen Aufsteller mit Nummer bekommt und die Mitarbeiter einem das Bestellte dann an den Platz bringen. Die Tische selbst haben also keine Nummer, sondern viel mehr die Person. 

Sonntagmorgen bin ich zuerst in den Staffdorm umgezogen und hatte dann meine nächste Schicht im Robert Harris Café (RH) vom 11 bis zum Ladenschluss um 16 Uhr. 

Neue Arbeitskleidung vom RH

Mein Wochenarbeitsplan wird also vermutlich so ausssehen, dass ich 6 Tage arbeite. 3 Tage im Café (Sa., So., Di.), 3 halbe Tage im Hostel (je 5h am Mi., Do., Fr.) und Montag ist dann mein freier Tag. 

Diesen Montag hatte ich meinen allerdings ersten Arbeitstag im Hostel bzw. mein ersteres Training von 3. Man sollte ja denken, dass Betten machen einfach ist, aber Himmel Herr Gesangsverein ist das viel Laken und wie soll ich das glatt bekommen und wie werden nochmal die Ecken gefaltet und auf eine Mal sind Stockbetten auch nicht mehr so cool.

Nicht, dass ihr das falsch versteht, es hat Spaß gemacht, aber ich muss noch einige Betten beziehen bis das richtig gut und in einer annehmbaren Zeit funktioniert. 

 

Morgen bin ich wieder im RH (11 bis 16 Uhr). Deshalb sollte ich jetzt auch schlafen gehen. 

Macht es gut und bis zum nächsten Mal. 

 

Chrissy